Gesunde Ernährung von Anfang an

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Gesunde Ernährung fängt schon in der Schwangerschaft an.
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Gesunde Ernährung fängt schon in der Schwangerschaft an.

Kinder schauen, wie die Eltern essen

Kindern eine gesunde Ernährung näherzubringen, ist bei der heutigen Nahrungsmittelvielfalt eine große Herausforderung geworden. Die Basis legen Eltern schon beim Baby oder besser gesagt beim Ungeborenen. Also zu einem Zeitpunkt, wo noch niemand an die gesunde Ernährung des Kindes denkt.

Ebenso bedeutend sind die Vorbildfunktion der Eltern, korrekt vermitteltes Ernährungswissen sowie der Zugang zu frischen Lebensmitteln. So haben Kinder später die Möglichkeit sich für eine gesunde Ernährung zu entscheiden. Die Eltern haben ihnen zumindest eine entsprechende Basis mitgegeben.

Tipp eins: Eltern als gute Vorbilder

Eltern, aber auch Geschwister sind die wichtigsten Vorbilder für das Kind. Ein gesundes Essverhalten der Eltern ist die beste Voraussetzung für die gesunde Ernährung des Kindes.

Lesetipp: Hier kannst Du sehen, wie ein Ernährungsplan für Dein Baby aussehen kann.

Tipp zwei: Auf Süßes erstmal verzichten

Eltern bringen Kinder häufig zu früh auf den Geschmack von ‚süß‘ oder ‚aromatisiert‘. Schon in der Schwangerschaft beginnt die Prägung des Geschmacksinns. Jene Lebensmittel, die eine schwangere Frau in den letzten Schwangerschaftswochen isst, bevorzugt das Kind später ebenso. Auch die Prägung auf besonders süß oder aromatisiert erfolgt schon im ersten Lebensjahr und hält ein Leben lang an. Das heißt, insbesondere im ersten Lebensjahr sollten Babys keine gesüßten, gesalzenen und aromatisierten Speisen essen, Beikost wird ausschließlich mit den Grundzutaten hergestellt. Meist werden Speisen nur gesüßt, weil die Erwachsenen glauben, es schmeckt nicht. Babys haben jedoch einen viel feineren Geschmacksinn. Süßigkeiten und alle stark verarbeiteten Lebensmittel haben im ersten Lebensjahr keinen Platz in einer gesunden Babyernährung.

Tipp drei: Dem Kind gesunde Nahrungsmittel anbieten

Schon im Kleinkindalter sollten Eltern den Kindern Zugang zu natürlichen Lebensmittel ermöglichen, zum Beispiel frisches Obst, Gemüse oder Kräuter. Immer wieder beobachten Mütter folgendes Phänomen: Wenn das Obst oder Gemüse frisch im Garten oder auf der Terasse gepflückt werden kann, schmeckt es den Kleinen plötzlich.

Lesetipp: Hier erfährst Du, wie Deine Ernährung in der Stillzeit aussehen sollte.

Tipp vier: Ernährung aktiv gestalten lassen

Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche aktiv ihre gesunde Ernährung mitgestalten können. Auf den Einkaufszettel kommen auch jene gesunden Speisen, die das Kind besonders gerne mag. Beim Einkauf helfen alle zusammen. So kann zum Beispiel der Supermarkt ein Forschungsstudio für gesunde Speisen werden: Was gibt es den für gesunde Speisen zum Einkaufen? Welche Lebensmittel sind überhaupt gesund? Und die warmen Speisen werden, wenn möglich, mit Hilfe der Kinder zubereitet. So erlernen Kinder im Alltag, wie eine gesunde Ernährung umgesetzt wird und erhalten Zugang zu Welt der Nahrungsmittelvielfalt.

Tipp fünf: Süßigkeiten und Fast Food nur in Maßen

Eltern sollten Einschränkungen machen bei verarbeiteten Lebensmitteln wie Süßigkeiten, Fertiggerichten und Fast Food. Kinder können sich der Aromenvielfalt und dem Gemisch von süßem und fettem Geschmack vieler verarbeiteter Speisen nicht entziehen. Hier ist eine klare Einschränkung der Erwachsenen notwendig.

Tipp sechs: Einfache Regeln mitgeben

Gib Deinem Kind Regeln mit, wie eine gesunde Ernährung ausschauen kann. Im heutigen Lebensmitteldschungel ist es für Kinder fast umöglich geworden sich zu orientieren. Werbungen und Medien beeinflussen das Essverhalten und eine bewusste Wahl von Lebensmitteln ist Kindern kaum möglich.

So kannst Du zum Beispiel eine Lebensmittelpyramide aufhängen, damit die Kleinen sehen, wie gesunde Ernährung aussehen kann. Etwa zu jeder Mahlzeit trinken, 5 Mahlzeiten am Tag essen, auf ein gesundes Frühstück achten, langsam essen, nicht über den Hunger essen und so weiter.

Tipp sieben: Ernährungswissen mitgeben

Um die richtige Wahl treffen zu können, benötigen Kinder Wissen über eine gesunde Ernährung. Bücher, Videos oder auch Schulen können hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Tipp acht: Grundnahrungsmittel erklären

Welches sind die Grundnahrungsmittel? Das sollten Kinder wissen: Getreide, Obst, Gemüse, Milchprodukte, Öle, Fleisch, Fisch und Ei. Auch sollten Kinder lernen, wann Lebensmittel verarbeitet sind. Nämlich dann, wenn verschiedene Inhaltsstoffe gemischt und die Zutaten mit Hilfe von Maschinen verändert werden.

Auch sollten Kinder wissen, warum Vitamine so wichtig sind. Zum Beispiel für die Gesundheit von Haut, Zellen, zur Abwehr oder für das Blut. Zudem sollte man ihnen erklären, worin Vitamine enthalten sind.

Warum soll’s lieber Vollkorn sein? Auch das ist eine Frage, die Kinder stellen können. Die Antwort könnte so aussehen: Im Vollkorn sind Ballaststoffe, die unter anderem für den Darm wichtig sind. Sie helfen dir, aufs Klo zu gehen.

Auch wenn das Kind fragt, warum es nur so selten Süßigkeiten essen darf, sollten Eltern eine Erklärung parat haben: Süßigkeiten schädigen die Zähne, machen müde und schlapp, sättigen nicht und führen zu Übergewicht.

Tipp neun: Essen ist kein Zeitvertreib

Kinder sollten früh lernen, dass Essen nicht als Zeitvertreib oder Trostspender fungiert. Wenn Kinder Süßigkeiten gegen Kummer, Stress oder Schmerzen bekommen, behalten sie dieses Verhalten bis ins Erwachsenenalter bei.

Tipp zehn: Vermeiden, dass Kinder Werbung sehen

Insbesondere kleine Kinder sollten keine Werbung über Nahrungsmittel zu sehen bekommen, es sei denn gesunde Grundnahrungsmittel werden beworben. Kinder, die häufig Werbungen zu sehen bekommen, ernähren sich laut Studien fetter und süßer.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es wichtig ist, dass Eltern ein Umfeld schaffen, in dem gesunde Ernährung selbstverständlich ist. Dabei sollten auch Schulen, Kindergärten sowie der öffentliche Raum aktiv werden. Denn je größer die Kinder werden, desto weniger können Eltern die gesunde Ernährung ihrer Kinder beeinflussen. Es lohnt sich also, schon früh anzusetzen.

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