10 Tipps Kindern Verantwortung beizubringen

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Um Verantwortung zu lernen, brauche ich Verantwortung
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Um Verantwortung zu lernen, brauche ich Verantwortung

Menschen, die ein höheres Verantwortungsbewusstsein haben, sind ausgeglichener, sozial kompetenter im Umgang mit Mitmenschen und selbstbewusster, ohne sich profilieren zu müssen.

Natürlich wünschen Eltern sich daher, ihre Kinder zu Menschen erziehen zu können, die Verantwortung übernehmen und diese nicht als Last empfinden, unter der sie zusammenbrechen.

Verantwortung lernen

Verantwortung tragen zu können, ist eine wichtige Eigenschaft, um sein Leben erfolgreich gestalten zu können. Verantwortungsbewusstsein lässt Menschen objektiver sehen, Fehler meist besser vermeiden und im sozialen Umgang mit Mitmenschen anpassungsfähiger werden. Welcher Vater und welche Mutter wünschen sich da nicht, ihre Kinder zu verantwortungsbewussten Menschen zu erziehen? Schon relativ kleine Schritte, in eine Selbstständigkeit, können Kindern Verantwortung vermitteln. Dabei bleibt nicht einmal der Spaß auf der Strecke und oft erleben Kinder nebenbei so manches alltägliches "Wunder", das sie voller Faszination Verantwortung erlernen lässt.

10 Tipps den Kindern Verantwortung beizubringen

Du kannst eine Reihe von Dingen tun, die Verantwortungsbewusstsein erzeugen:

1. Lob
Ein Lob bedeutet Anerkennung, Stolz und das Kind bekommt die Bestätigung, etwas richtig gut gemacht zu haben. Natürlich möchte es immer wieder gelobt werden, beginnt sich Gedanken zu machen, wo es weitere Verantwortung zeigen kann und wächst so, Schritt für Schritt in das Verantwortungsbewusstsein hinein. Dabei können schon Kleinkinder besonders gelobt werden, wenn sie ein Spielzeug ohne Aufforderung wieder an seinen Platz bringen.

2. Haustier
Ein eigenes Haustier haben zu dürfen, ist sicher ein Wunsch jeden Kindes. Beachtet man, welche Tiere für das jeweilige Alter des Kindes geeignet sind und unterstützt das Kind in der Pflege, so dass es sich nicht überfordert fühlt, wird das Kind mit sehr viel Freude die Verantwortung tragen. Dazu kann bereits gehören, dass das Kind im Schulalter seinem Kaninchen täglich einmal ein Stück frisches Gemüse bringt oder dafür zu sorgen hat, dass immer sauberes Trinkwasser im Käfig ist. Eltern sollten allerdings, gerade beim ersten eigenen Haustier, auch dann nicht den Großteil der Verantwortung auf das Kind übertragen, wenn dieses schon älter ist. Plötzlich viele, bisher ungewohnte Aufgaben zu haben, kann Kinder überfordern.

3. Leben erhalten
Gemeinsam etwas mit dem Kind pflanzen, zu staunen, wie aus dem Keim eine Pflanze wird, die wächst, vielleicht sogar einmal eine Ernte einbringt, ist nicht nur faszinieren, sondern benötigt regelmäßige Pflege- Verantwortung, die nicht überfordert. Schon mit kleineren Kindern, etwa im Kindergartenalter, können Sprösslinge auf der Fensterbank gezogen werden, die den Abendbrottisch bereichern. Später können andere Pflanzen, mit mehr Ansprüchen hinzu kommen, wenn das Kind weiter Interesse am Gärtnern hat.

4. Kochen und Backen
Welches Kind ist nicht stolz, wenn es etwas zu den Mahlzeiten beitragen kann? Schon kleinere Kinder können helfen die geschälten Kartoffeln ins Waschwasser zu legen und später, wenn die Kinder älter sind, gibt es auch sehr schöne Koch- und Backbücher speziell für Kinder, aus denen sie selbstständig komplette Mahlzeiten zaubern können. Mama oder Papa sollten immer in der Nähe sein und anbieten “Wenn ich Dir etwas helfen kann, lass es mich bitte wissen.” Natürlich wird das kulinarische Ergebnis gelobt und gemeinsam kann man mit dem Kind neue Rezepte ausdenken.

5. Taschengeld
Kinder haben oft Wünsche, die das Taschengeldbudget um Einiges überschreiten. Eltern können mit den Kindern Vereinbarungen treffen, dass diese über einen bestimmten Zeitraum eine festgelegte Summe selbstständig ansparen. Dabei sollte weder die Höhe der Summe zu hoch sein, noch eine ständige Überwachung stattfinden. Anreiz könnte sein, dem Kind zuzusichern, dass die Eltern, wenn es die Hälfte der benötigten Summe, in einem Zeitraum angespart hat, den Rest für die Erfüllung des Wunsches dazu legen.

6. Trost
Rückschläge kann es immer geben, das geht auch uns Erwachsenen so. Kinder empfinden diese besonders intensiv als persönliches Versagen, sodass sie sich nicht selten abkapseln und weitere Verantwortung scheuen, um nicht neue ‘Fehler’ zu begehen. Eltern sollten Trost spenden und dabei besonders das betonen, was positiv verlief. Stirbt unerwartet das Haustier, trotzdessen dass das Kind sich bemüht und seine Sache gut gemacht hat, sollte hervorgehoben werden, dass das Tier zumindest jemanden hatte, der es sehr geliebt und umsorgt hat.

7. Kompromisse
Bei all dem Lernen von Verantwortung, müssen wir Eltern manchmal auch die Bremse ziehen, um unsere Kinder nicht möglichen Gefahren auszusetzen. Allein mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren, die an der stark befahrenen Hauptstraße liegt, ist unter Umständen zu gefährlich. Kompromisse können dann hilfreich sein "Du, ich finde es zu gefährlich, wenn Du allein mit dem Fahrrad zur Schule fahren möchtest. Ich weiß, Du bist sehr aufmerksam im Straßenverkehr, nur leider sind das nicht alle Verkehrsteilnehmer und die könnten Dich dann anfahren. Aber was hältst Du davon, wenn Du mit dem Fahrrad zum Schwimmbad/Sportverein fährst? Da müsstest Du nur durch verkehrsberuhigte Nebenstraßen, wo mögliche Raser kaum lang fahren."

8. Aufgabengebiete
Feste, regelmäßige Aufgabengebiete bringen beständige Verantwortung ins Leben des Kindes. Ist es seine Aufgabe, die Teller für das Abendbrot zu decken und es vergisst dies, kann sich die Familie an den Tisch setzen, sich gespielt ratlos ansehen und freundlich rätseln, was denn wohl fehlt. Sätze wie “Ach, Mensch, Du hast ja schon wieder vergessen...” sollten dabei tunlichst vermieden werden. Erinnerungen können auch mit einem Lächeln so ausgesprochen werden, dass das Kind zum Mitdenken angeregt wird, ohne sich getadelt zu fühlen.

9. Freiraum
Kinder brauchen Freiräume, um Eigenverantwortung zu lernen. Wollen sie mit anderen Kindern im Schnee spielen und ‘vergessen’ ihre Handschuhe anzuziehen, lernen sie aus den kalten Fingern, dass es zukünftig besser ist, an die Handschuhe zu denken. Eltern sollten allgemein die Kinder motivieren, etwas auszuprobieren. “Ich finde toll, dass Du Dich dafür interessierst! Magst Du es mal versuchen? In der Bibliothek soll es tolle Bücher zu diesem Thema geben, da könntest Du Dich schon einmal rein lesen.”

10. Bitten
Eltern müssen nicht perfekt sein und erst recht den Kindern keinen Perfektionismus vorgeben. Sie dürfen sogar ein wenig vortäuschen, Hilfe zu benötigen. “Hilfst Du mir beim Abendbrot? Ich finde, wenn Du den Tisch deckst, sieht alles viel appetitlicher aus.” kann da schon sehr viel Stolz im Kind wecken und es wird vermutlich öfter, von sich aus, mithelfen und damit einen Teil der Verantwortung für das Abendbrot übernehmen.

[SyKo]

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