10. Schwangerschaftswoche (10. SSW)

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10. Schwangerschaftswoche
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10. Schwangerschaftswoche

Mit einer Größe von mittlerweile 2,5 bis 3,3 cm, vom Schädel bis zum Steiß, hat Dein Kind nun schon in etwa die Größe einer Mirabelle. Sein Kopf bemisst ein Drittel seiner Gesamtkörpergröße und das Gesicht ist bereits deutlich zu erkennen. Nun, wo die Augenlider sich entwickelt haben, verschließen und verkleben sie sich vorübergehend. Auch die Ohrmuscheln sind gut zu sehen, liegen jedoch noch etwas tiefer am Schädel.

Da sich immer mehr Hirnzellen bilden, werden die Bewegungen Deines Kindes koordinierte und es verfeinert seine Sinne mit jedem Tag mehr.

Vom Emryo zum Fötus

Man spricht nun auch nicht mehr vom Embryo, sondern Fötus. Dieser Begriff leitet sich vom lateinischen „fetus“ ab, was soviel wie „Brut“ oder „Nachkommenschaft“ bedeutet und aussagt, dass es sich um einen Nachkommen handelt, der die Entwicklungsstufe der lebenswichtigen Organe abgeschlossen hat.

Selbst die Lunge ist bereits entwickelt. Da sie jedoch ihre volle Funktion, den kindlichen Körper mit Blut zu versorgen, erst nach der Geburt aufnimmt, verläuft der Blutkreislauf des Ungeborenen noch etwas anders, als später, nach der Geburt. Jetzt bekommt Dein Kind den notwendigen Sauerstoff noch über Deine Blutversorgung. Drei Gefäße in der Nabelschnur, eine Vene und zwei Arterien, transportieren Sauerstoff und Nährstoffe, von der Plazenta zum Kind.

Betrachtet man den Fötus im Ganzen, gewinnt man den Eindruck, dass es in der unteren Körperhälfte noch nicht so weit entwickelt scheint, wie in der oberen Körperhälfte. Und das stimmt sogar, denn es entwickelt sich praktisch von oben nach unten aus. Besonders gut kann man das im Vergleich von Fingern und Zehen sehen. Die Finger sind soweit ausgebildet und nur noch die Schwimmhäute müssen sich zurückbilden. Dagegen fehlt den Zehen noch ein wenig ihrer endgültigen Form. Allerdings beginnen sich nun auch bereits die Rillen in der Haut zu bilden, die später den unverwechselbaren Fingerabdruck ausmachen.

Die Haut Deines Kindes wirkt jetzt noch sehr durchsichtig, Dadurch kann man genau den Verlauf der Wirbelsäule erkennen und sogar Blutgefäße sehen.

mamiweb.de

Schön in der Schwangerschaft

Manche Frauen erleben, dass ihre Haut und Haare in der Schwangerschaft schöner wirken, als davor. Andere Berichten, dass die Haare stumpf und glanzlos scheinen, sich nicht frisieren lassen wollen und die Haut unrein ist. Zu welchem Typ Du gehörst, lässt sich nicht vorherbestimmen und es zeigt auch nicht an, ob es Deinem Baby besser oder schlechter ginge. Diese Erscheinungen treten auf, weil Dein Körper Höchstleistungen vollbringt und insgesamt besser durchblutet ist. In der Schwangerschaft erhöht sich das Volumen Deines Blutes um 50%. Das ist wichtig, denn Dein Körper sorgt nun nicht nur für Dich, sondern auch unermüdlich für Dein Baby. Ununterbrochen wird nun nicht nur Sauerstoff für den Bedarf Deines Körpers transportiert, sondern der Stoffwechsel muss auch mehr Nährstoffe verwerten, um sowohl Deinem Kind, als auch Dir, möglichst genau das zu geben, was Ihr beide braucht.

Vergiss nicht dich zu entspannen

Natürlich ist weiterhin gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig, damit die Nährstoffversorgung ausreichend vorhanden ist. Auch können Vollkornprodukte helfen, Verstopfungen und Blähungen etwas entgegen zu wirken, wodurch das aufgeblähte Gefühl weniger wird, das Deine Hosen spannen lässt. Je besser Du Deinen Körper unterstützt, je mehr erleichterst Du ihm die Arbeit. Und das fängt eben bei der richtigen Ernährung und ausreichend Bewegung, genauso wie Ruhephasen, an.

Manchmal hilft auch bereits der Wechsel von Körperpflegeprodukten und Cremes, um das Hautbild und die Haare zu verbessern. Gönne Dir entspannte Momente und vielleicht auch den Besuch bei der Kosmetikerin und Deinem Frisör. Sie können Dir sicher weitere wertvolle Tipps geben, was Du für Dich tun kannst.

Schwangerschaftsmode

Wenn die Hosen nun zu spannen beginnen, wirst Du Dich vielleicht mit Gedanken über die Anschaffung von Umstandskleidung beschäftigen. Abhalten werden Dich vielleicht davon die zu erwartenden Blicke, warum Du jetzt bereits Umstandssachen kaufst, wo doch Dein Babybauch noch gar nicht zu sehen ist. Bis vor ein paar Jahrzehnten, versteckten Frauen ihren Babybauch noch. Man zeigte eben nicht oder so lange es ging nicht, dass man schwanger war. Heute ist das anders. Eine werdende Mutter betont meist gern den Babybauch, um der Welt das Wunder zu zeigen, das in ihr passiert.

Stützende Kleidung

Umstandskleidung ist meist auch sehr modisch und in beinahe allen Moderichtungen erhältlich. Was jedoch jede Form der Umstandskleidung gemeinsam mit allen anderen hat, ist, dass sie primär bequem sein soll. Der Bauch soll gestützt und nicht eingeengt werden. Umstandskleidung hat weit genug zu sein, um den Bauch in den nächsten Monaten auch dann noch gut angezogen aussehen zu lassen, wenn er schon mächtig groß ist. Dabei gibt es Kleidungsstücke, die von vorn herein an den entscheidenden Stellen weit genug geschnitten oder eben verstellbar sind.

Schaue Dich in Ruhe um und probiere verschiedene Stilrichtung aus. Ob nun Hüfthose oder mit Bauchband, entscheidet Dein Wohlbefinden in der Kleidung. Bedenke aber auch, durch welche Jahreszeiten Du schwanger gehst. Die Winterkollektion kann noch so bequem sein, wird Dich aber im Hochsommer vielleicht doch ziemlich ins schwitzen bringen.

Second-Hand Schwangerschaftskleidung

Eine weitere Frage ist, ob Du Umstandskleidung gebraucht oder neu kaufen solltest.

Früher war der Kauf von Secondhand-Kleidungsstücken oft mit einer Art Naserümpfen verbunden. Nur ärmere Menschen kauften gebrauchte Kleidung. Heute hat man erkannt, dass man mit gebrauchter Kleidung ganz und gar nicht eine bestimmte soziale Schicht präsentiert, sondern auch an Gesundheit und Umwelt denkt.

  • Je mehr gebrauchte Kleidung weitergegeben wird, je mehr schont man die Umwelt, da zum Einen weniger neue Kleidungsstücke hergestellt, zum Anderen auch weniger entsorgt werden muss.
  • Secondhand-Kleidungsstücke sind bereits mehrfach gewaschen. Das wiederum bedeutet, dass eventuelle Schadstoffe kaum oder gar nicht mehr in ihnen vorhanden sind.
Besonders in der Schwangerschaft, wo Deine Haut sehr empfindlich reagieren kann, ist das ein klarer und auch gesundheitlicher Vorteil. Außerdem sind die meisten Umstandskleidungsstücke meist nur im Zeitraum einer Schwangerschaft, also maximal für neun Monate, getragen worden.
  • Ein weiterer Vorteil ist der Preis. Warum mehr ausgeben, wenn man gute Sachen auch günstiger haben kann?
Bedenke bitte auch, dass Deine Schuhe bequem sein sollten. In einigen Monaten, wird es Dir zusehends schwerer fallen, Deine Füße zu erreichen, weil der Bauch im Weg ist. Deine Füße werden möglicherweise Wasser einlagern und dann sind bequeme Schuhe ein unbedingtes Muss für Dein Wohlbefinden.

Gesunde Zähne in der Schwangerschaft

Kennst Du den Spruch „Jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn“? Damit meinte man früher, dass jede Frau in der Schwangerschaft einen Zahn verliert. Dass das heute nicht mehr stimmt, ist mittlerweile bekannt. Wir ernähren uns bewusster, betreiben intensiver Zahnhygiene und der Besuch beim Zahnarzt, ist für uns auch ohne Zahnschmerzen selbstverständlich. Trotzdem kommt dieser Spruch nicht von Ungefähr.

Durch die hormonellen Veränderungen in Deinem Körper, kann es zu Begünstigungen für die Bildung von Reizungen, Infektionen, Wucherungen und Entzündungen, sowohl an Deinem Zahnfleisch, der Mundhöhle, als auch Deinen Zähnen kommen. Zudem verursachen akute Mangelerscheinungen bestimmter Vitamine und Mineralstoffe, eine Anfälligkeit gegenüber Erkrankungen im Mundraum.

Calcium - wichtig für die Zähne

Vielleicht hast Du bereits einmal über eine typische Krankheit gehört, die sich Skorbut nennt und früher oft Seemänner befiel, die Wochen und Monate auf See waren?

Ausgelöst wird diese Krankheit durch einen akuten Mangel an Vitamin C und einige Symptome von Skorbut sind Zahnfleischveränderungen bis hin zum Zahnausfall. Heute decken wir einen Vitamin C-Mangel durch ausgewogene und vor allem frische Ernährung. Diese war den Seefahrern früher oft nicht vergönnt, denn wo sollte man auf hoher See schon frisches Obst und Gemüse her bekommen? Daher deckte man den Bedarf an Vitamin C häufig durch Fässer mit Sauerkraut, von dem die Seeleute regelmäßig aßen und so dem Skorbut vorbeugten.

Calcium wird vom Körper für den Aufbau und Erhalt der Knochen und Zähne benötigt. Auch hier decken wir unseren Bedarf eigentlich locker durch normale Mengen an Milchprodukten. Tun wir das nicht, erhöhen wir unser Risiko, dass ein Calciummangel unsere Zähne anfälliger macht.

Zahnvorsorge

Daher solltest Du bereits jetzt, auch wenn Du Dich sicher ausgewogen und gesund ernährst, einen Kontrolltermin beim Zahnarzt machen. Dieser kann erkennen, ob Dein Zahnfleisch Veränderungen aufweist, Entzündungen sich gebildet haben oder Löcher zu füllen sind.

Manche Schwangeren haben Angst, dass beispielsweise die Betäubung, die sie sich zur Zahnbehandlung geben lassen, schädigend für ihr Kind sein könnte. Sei jedoch gewiss, dass Dein Zahnarzt, wenn er von Deiner Schwangerschaft weiß, kein unnötiges Risiko für Dein Baby eingehen würde und Dich über Risiken und Nutzen aufklären wird. Nötige Behandlungen hinauszuzögern, kann wesentlich belastender für Dein Kind werden. Vor allem dann, wenn sich größere Entzündungsherde bilden und die Gabe von Antibiotika und wahrscheinlich auch Schmerzmitteln, unabwendbar wird.

Zudem haben Studien ergeben, dass Vereiterungen in der Mundhöhle oder den Zahnwurzeln, sehr wahrscheinlich das Früh- oder Fehlgeburtsrisiko erhöhen. Warte also nicht ab und lass Deine Zähne bereits jetzt kontrollieren, um nicht später eventuell Probleme zu bekommen, die Dich und Dein Baby zusätzlich belasten könnten.

SyKo]

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