Pubertierende sprechen ihre eigene Sprache

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Teenager haben eine eigene Sprache
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Teenager haben eine eigene Sprache

Sobald unsere Kinder in die Pubertät kommen, haben wir oft das Gefühl, sie nicht mehr zu verstehen. Das liegt nicht unbedingt an Wesensveränderungen, sondern daran, dass Jugendliche einen Sprachjargon entwickeln, der auf uns wie eine Fremdsprache wirkt.

Versuchen Eltern ihren Kindern jahrelang gepflegtes Vokabular und salonfähige Umgangssprache beizubringen, ist der Schock meist groß, wenn die Sprösslinge in der Pubertät einen eigenen Jargon entwickeln. Diese lässt Eltern oft nicht nur die Haare zu Berge stehen, sondern ist ihnen zumeist auch völlig unverständlich.
Wortkreationen, deren Sinn nicht nachvollziehbar erscheinen, lassen die Erwachsenen oft mehrfach nachfragen. Schließlich endet ein Gespräch mit der genervten Aussagen des Teenagers: "Ihr versteht mich nicht!" Und verstehen kann man diese seltsame Sprache tatsächlich nur schwer.

In vielen Familien entstehen zudem Konflikte, weil die Eltern das neuen Vokabular und die Fäkalsprache der Kinder ablehnen. Sie verlangen vom Nachwuchs, sich anständig auszudrücken, während die Jugendlichen alle Erwachsenen für Spießer halten.
Vielleicht hilft es Eltern, wenn sie verstehen, warum ihre Kinder plötzlich so anders reden.

In der Pubertät vollzieht sich ein großer Teil des Abnabelungsprozesses. Die Kinder ziehen sich in ihre eigene, kleine Welt zurück, die sie sich ein Stück weit selbst gestalten. Hier darf nur rein, wen sie hineinlassen und Voraussetzung dazu ist, erst einmal ihre Sprache zu verstehen. Auf diese Art sind Eltern gezwungen, sich mit ihren Kindern zu beschäftigen, zu lernen, was sie ausdrücken wollen. Sich stur zu stellen und die Jugendlichen zu ignorieren, schafft nur neue Barrieren. Es ist viel sinnvoller, Interesse an der neuen Ausdrucksweise zu zeigen. Manchmal akzeptiert der Heranwachsende die Eltern erst als Kommunikationspartner, wenn sie im Gespräch einen Teil der Sprache übernehmen.

So selbstständig Teenager in der Pubertät sein möchten, so einsam fühlen sie sich auch oft. Eltern, die "die selbe Sprache" sprechen oder sich zumindest bemühen, ihr Kind zu verstehen, geben dem Jugendlichen ein Stück Sicherheit. Sie verleihen ihm das Gefühl, nicht allein zu sein.

[SyKo]

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