Neurodermitis bei Kindern

cortison_birgith_pixeliodeKinder leiden in Industrieländern wie Deutschland häufig an Allergien und Hautkrankheiten. Über die Gründe wird mindestens genau so lange heftig gestritten. Es werden Vermutungen geäußert, dass eine zu große Hygiene an der Ausbreitung von Allergien Schuld sind oder eine falsche Ernährung. Allen diesen Diskussionen ist gemein, dass sie an der Tatsache, dass Kinder besonders häufig und unglücklicherweise auch sehr stark an Neurodermitis leiden, nicht das geringste Ändern.

Wie äußert sich Neurodermitis bei Kindern?
Die Symptomatik der Neurodermitis bei Kindern ist keine grundsätzlich andere als bei Erwachsenen. Der Juckreiz aufgrund trockener Haut und die daraus entstehenden Wunden und Abschürfungen sowie die Schorfbildung sind bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen zu beobachten. Das erste Mal fallen Symptome als sogenannter Michschorf auf. Die ist der erste Hinweis darauf, dass Neurodermitis bei einem Baby auftreten kann. Da Kleinkinder und Babys die Neurodermitis nicht wirklich verstehen können, leiden sie häufig darunter, was für Eltern oft besonders schlimm ist, da sie ihrem Kind häufig nicht akut helfen können. Neurodermitis wird oft über die Anwendung von Salben und Cremes behandelt, wodurch der Haut die Feuchtigkeit zugeführt werden soll, die die Haut selbst nicht mehr herstellen kann. Bei der Verwendung dieser Cremes und Salben sollte man auf eine gute Verträglichkeit achten, da auch Wirkstoffe dieser Cremes bei einzelnen Kindern Allergien auslösen können. Hier heißt es genau zu beobachten.

Besondere Herausforderungen bei Neurodermitis bei Kindern
Das Alter der Kinder spielt eine besondere Rolle bei der Neurodermitis. Wenn ein Kind schon so alt ist, dass es versteht, dass seine Haut manchmal krank ist, dann kann dem Kind erklärt werden, wie es sich am besten verhalten kann, um die Schmerzen und das Jucken möglichst gering zu halten. So wird Neurodermitis bei Kindern nicht nur zu einer Krankheit, sondern auch zu einer Erziehungsfrage. Da das Kratzen die Neurodermitis nicht verbessert, sonder auf Dauer verschlimmert, sollten Eltern darauf achten, dass Kinder sich nicht über Gebühr kratzen. Hilfreich sind dabei Handschuhe für die Nacht, die unbewusstes Kratzen verhindern können und Salben, die Kinder anwenden können um den Juckreiz zu mindern. Bei diesen Salben sollte es um Wirkstoff arme Feuchtigkeitssalben handeln die nicht „zu viel“ angewendet werden können. Dies ist wichtig um dem Kind eine gefühlte Kontrolle zu geben, sodass es eine alternative zum Kratzen entwickeln kann.

Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Rubrik „Neurodermitis bei Kindern“ auf dem Neurodermitisportal!
Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Neurodermitisportal.de

Bild: BirgitH / pixelio.de

2 Kommentare

  1. Hallo,

    guter Beitrag! Nach dem was wir von Eltern neurodermitiskranker Kinder wissen, sind bloße Handschuhe für die Nacht leider ungenügend, da sich die Kinder diese im Schlaf / in der Nacht häufig ausziehen, um sich dann doch ordentlich zu kratzen zu können, wenn es so furchtbar juckt. Eine Alternative scheinen die Neurodermitis-Overalls zu sein. Dann juckt es die Kleinen zwar leider genauso schlimm wie vorher, aber: sie können ihrer Haut dann wirklich nicht mehr Schaden durch das Kratzen zuführen. Natürlich gibt es diese Overalls nur für Babies.

    Bei älteren Kindern kann das Erlernen einer Ersatzhandlung (zusätzlich zum Eincremen) helfen, wie zum Beispiel das sanfte Massieren der juckenden Hautstelle.

  2. Hallo,

    der Sohn einer Freundin von mir, hat auch ne sehr ausgeprägte Neuro. und nach langem experimentieren der Ärzte ohne Besserung. Habe ich ihr vorgeschlagen zu jemandem zu gehen, der bespricht. Erst hat sie an das „Hokuspokus“ nicht geglaubt, aber dann doch 3 Sitzungen durch führen lassen…und was soll ich euch sagen, dem Jungen geht es blendend, es ist nicht vollständig weg, aber eine 95 %ige Besserung eingetreten. Also, kann ich nur empfehlen…LG :o)

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