Mögliche Anzeichen einer Schwangerschaft

Anzeichen für eine Schwangerschaft
Einige Frauen bemerken ihre Schwangerschaft bereits, bevor ihre Regelblutung zum ersten Mal ausbleibt. Sobald sich wenige Tage „danach“ die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter eingenistet hat, können sie gewisse körperliche Veränderungen an sich wahrnehmen.

Mögliche, aber unsichere Anzeichen einer Frühschwangerschaft

Immer wieder auftretender Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel ist – zugegeben – ein Klischee. Allerdings kann dies durchaus auf eine Schwangerschaft hinweisen. Auch Erschöpfung und ständige Müdigkeit bemerken zahlreiche Frauen. Grund dafür ist der Anstieg von Progesteron, das Schwangerschaftshormon, welches dafür sorgt, dass sich die Muskulatur der Gebärmutter an das wachsende Kind anpasst. Allerdings können unerklärliche Erschöpfungszustände und Müdigkeit auch auf diverse Krankheiten oder einen Nährstoffmangel hinweisen.

Weiterhin stellen viele Frauen einen vermehrten Harndrang in der frühen Schwangerschaft fest. Für diesen sorgt das HCG-Hormon, das produziert wird, sobald sich die Eizelle eingenistet hat. Vermehrter Harndrang allein kann jedoch ebenfalls bei einzelnen Krankheiten oder organischen Schäden auftreten und kann somit nicht als sicheres Schwangerschaftssymptom bezeichnet werden. Ebenso können Kopfschmerzen am Anfang einer Schwangerschaft häufiger auftreten, die sich im weiteren Verlauf auch vereinzelt verstärken. Hier sollte jedoch ebenfalls bedacht werden, dass sich in plötzlich oder ungewohnt auftretenden Kopfschmerzen zahlreiche andere Ursachen finden können.

Als weitere unsichere Schwangerschaftsanzeichen kann leichter Durchfall oder Verstopfung, Launenhaftigkeit, grundloses Weinen, psychische Labilität sowie vermehrte Scheidensekretion genant werden. Denn auch diese Anzeichen lassen sich prinzipiell auch auf diverse andere Ursachen zurückführen und stellen somit keine garantierten Anzeichen einer Schwangerschaft dar.

Etwas sicherere Anzeichen

Schmerzen oder Spannungsgefühl in den Brüsten können eine Schwangerschaft signalisieren. Gleichzeitig werden sowohl der Warzenhof als auch die Brustwarzen voller und etwas dunkler. Grund hierfür ist in der Regel der allgemeine Hormonanstieg.

Ferner tritt bei zahlreichen frühschwangeren Frauen Übelkeit auf, die oftmals verbunden ist mit Brechreiz. Diese Übelkeit zeigt sich – wie häufig angenommen – allerdings nicht nur morgens, sondern kann quasi den ganzen Tag über und auch abends auftreten. Einige Frauen entwickeln hierbei weiterhin eine strikte Abneigung gegen Tee, Kaffee sowie Speisen, die sie vorher gerne mochten. Hinzu kommen Ekelgefühle gegenüber Zigaretten, Alkohol und bestimmten Gerüchen. Eine leichte Schmierblutung (Einnistungsblutung), die vereinzelt mit schwachen Unterleibskrämpfen einhergeht, kann etwa acht Tage nach dem Eisprung entstehen. Zum Zeitpunkt der nächsten Menstruation kommt es bei einigen Frauen daneben zu einem dunklen Ausfluss. Auch eine erhöhte Temperatur am Morgen nach dem Aufwachen, die rund 18 Tage durchwegs über der normalen Körpertemperatur liegt, kann auf eine Schwangerschaft hindeuten.

Sicherstes Anzeichen der Schwangerschaft

Das wohl sicherste und eindeutigste Anzeichen einer Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Monatsblutung. Sofern eine Frau regelmäßig ihre Regel bekommt und diese plötzlich ausbleibt, sollte ein Schwangerschaftstest gemacht werden, welcher dann quasi hundertprozentige Sicherheit gibt. Bestätigt auch dieser die Schwangerschaft, ist es ratsam, umgehend beim Gynäkologen einen Termin zu vereinbaren.

Was tun bei Schwangerschaftsbeschwerden?

Besonders in den ersten Monaten der Schwangerschaft tritt bei vielen Frauen Übelkeit auf. Diese ist zwar lästig, doch sofern die Übelkeit nicht mit ständigem Brechreiz einhergeht, ist sie kaum gefährlich.

Allerdings gibt es einige Tricks, um die Übelkeit etwas zu mindern: Zum Beispiel helfen homöopathische Heilmittel aus der Apotheke oder Riechfläschchen mit ätherischen Ölen. Auch Ingwer oder Teemischungen aus Fenchel, Kamille, Anis und Kümmel vertreiben die Übelkeit meist recht schnell. Weiterhin sollte auf fetthaltige Speisen verzichtet und regelmäßig heiße Gemüsebrühe getrunken werden. Ferner tut viel frische Luft sowie die Einnahme von Vitamin-B-Komplex recht gut. Aber auch Rückenschmerzen quälen zahlreiche schwangere Frauen. Hier verhelfen Wärmekissen und Massagen meist zur Schmerzlinderung. Außerdem sollte die Schwangere sich überwiegend auf den Bauch legen und eine Rolle unterschieben – so bleiben die Bandscheiben weitgehend verschont. Ferner erweist sich auch Schwimmen zur Stärkung der Wirbelsäulenmuskulatur gut.

Dauernde Müdigkeit ist während der Schwangerschaft eigentlich ganz normal, da in dieser Zeit der weibliche Organismus sehr hart arbeitet. Allerdings kann ebenso ein niedriger Blutdruck die Ursache sein. Schwangere Frauen sollten sich daher grundsätzlich nicht zu viel zumuten, sich lieber schonen und öfter Ruhe gönnen.

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