Haare färben während der Schwangerschaft

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Die meisten Ärzte raten besonders im ersten Schwangerschaftsviertel vom Haare färben ab. Da in den ersten Wochen der Schwangerschaft die Organbildung statt findet und das Embryo sehr empfindlich ist.
Auch Öko-Test hat Haarfärbemittel untersucht und kam zum folgenden Ergebnis:

„In der Tat sollten Schwangere oder Frauen, die stillen, von chemischen Haarfarben besser die Finger lassen. In allen von ÖKO-TEST im November 2000 getesteten Produkten finden sich gesundheitlich bedenkliche Farbstoffe, die das Erbgut schädigen oder gar unter dem Verdacht stehen, Krebs auszulösen.“

„Professor Volker Zahn von der umweltmedizinischen Beratungsstelle der Frauenklinik in Straubing warnt ausdrücklich vor der chemischen Haarfärberei: »Die Kopfhaut hat eine sehr gute Resorptionsfähigkeit.« »Sicher ist, dass einige der Chemikalien über die Kopfhaut in den Organismus gelangen und sowohl in der Muttermilch als auch im Fettgewebe des gestillten Kindes nachweisbar sind«, bestätigt Professor Ingrid Gerhard von der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg.
Der Griff zu Tönungen ist keine softe Variante. Sie enthalten meist die gleichen Komponenten wie permanente Haarfarben. Pflanzenhaarfarben dagegen sind unbedenklich, wie der Test in unserem nagelneuen Ratgeber Kosmetik zeigt.“
ÖKO-TEST GmbH

Trotzdem gibt es keine ausreichenden Daten aus wissenschaftlichen Untersuchungen, die 100%ig belegen, dass Haare färben gefährlich ist. Deswegen halten andere Ärzte das Haare färben eher für ungefährlich.

Auch der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks bestätigt dies:
„Die Inhaltsstoffe von Haarfärbemitteln und Dauerwellflüssigkeit stellen keine gesundheitliche Gefährdung für eine werdende Mutter und/oder das ungeborene Kind dar. Zudem sind Haarfärbemittel und Dauerwellflüssigkeiten nach der Kosmetikverordnung nach vorausgegangener strenger wissenschaftlicher Evaluierung durch das wissenschaftliche Komitee in Brüssel und das BG bzw. BGVV ausdrücklich zugelassen worden. Aus den vorgelegten Studien zur Embryotoxizität haben sich keinerlei Hinweise auf irgendwelche fruchtschädigende Wirkungen ergeben.“

Wenn ihr euch unsicher seit, ob ihr euch jetzt die Haare färben dürft oder nicht und das Kind nicht unnötig belasten wollt, solltet ihr in der Schwangerschaft eher darauf verzichten. So seit ihr auf der sicheren Seite und braucht euch nicht unnötig Gedanken zu machen, ob die Inhaltsstoffe nun schädlich sind oder nicht. Und wenn ihr es doch nicht lassen könnt, sich vom Friseur beraten lassen oder zur Pflanzenfarbe greifen.

Mh, irgendiwe ist dieser Mythos weder richtig bewiesen noch widerlegt.

Eure Natalija